Kanzem – das Dorf

Urkundlich genannt wird die Ortsgemeinde erstmals im Jahre 1030.
Kanzem liegt landschaftlich reizvoll an der unteren Saar am Ausgang der großen Saarschleife, dem sogenannten Wiltinger Saarbogen. Dieses Teilstück der Saar wurde bis heute in einem natürlichen Zustand gehalten, so dass das alte Flussbett unverändert blieb und als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden konnte. Durch den Ausbau der Saar und die Schaffung eines Kanals zwischen Schoden und Hamm ist Kanzem seither von der Saar umgeben und zur Insel geworden..

Adelige und kirchliche Weingüter und die daraus erwachsene Villenkultur prägen den Ort bis heute.

Beispiele hierfür sind die Villa Rautenstrauch in der Kirchstraße, das ehemalige Weingut Le Gallais in der Saarstraße und das Weingut von Othegraven –heute im Besitz der Familie Jauch-mitsamt Parkanlage am rechten Saarufer.

Ebenfalls rechts der Saar – heute im Besitz der Familie Thoma – ist das ehemalige Weingut der Prämonstratenserabtei Wadgassen erwähnenswert.

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Sehenswert

Buch & Wein

Vinothek und Bücherei in Kanzem  – Ein Novum an der Saar

Ein Glas Wein genießen, dazu den passenden Lesestoff  !!!

DSCN0394Buch & Wein hält 18 Weine der Kanzemer Weingüter für Sie bereit.
Der Gastwinzer des Monats aus der Region umrahmt das “Kanzemer“ Weinangebot.
Den Wein Ihrer Wahl können Sie zu Hofpreisen gleich mitnehmen..

In der angrenzenden Bücherei finden Sie in liebevoll gestaltetem Ambiente ein vielfältiges Leseangebot für Jung und Alt.
Buch & Wein wird von ehrenamtlichen Helfern betreut. Ein Meisterwerk an Engagement.

Ansprechpartner. Michaela Zimmer,  Saarweininsel@gmail.com

“Buch und Wein”,  Brückenstrasse 8,  54441 Kanzem,  Tel.: 0175-3542013

Dorfbrunnen

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Dorfbrunnen

Absolut idyllisch an der Saar gelegen ist der “ehemalige Waschplatz“ heute Treffpunkt zum Entspannen und Erholen.

Wer die Natur und den Fluss in Ihrer ursprünglichsten Form erleben will, hat hier einen wertvollen Platz gefunden.

Seit 2013 “Wiederentdeckung” als Ort zum Feiern. Am 01. Mai findet hier „Genuss am Fluss“ statt.

Ehrenmal

Ehrenmal – heute: Gedenkmal

kriegdenk1Die Einweihung des Denkmals fand im Jahre 1937 statt. Es ist ein fast typisch zu nennendes Beispiel national-sozialistischen Kunstschaffens. DieseKunst sollte den Menschen Vorbild sein und in Gestalt möglichst genauer Körperbilder Beispiele arischer Zucht und Ordnung geben. Für diese Ideale wählte man die üblichen klassischen Orientierungshilfen in der Kunst der Antike und Renaissance und verwarf die modernen Auseinandersetzungen mit der Kunst der Primitiven (entartete Kunst). Das Denkmal zeigt junge Männer, die voller Begeisterung in die Schlacht ziehen. Es verdeutlicht in drastischer Weise die damalige Verglorifizierung von Heldentum und gerechtem (?) Kampf für Volk und Vaterland.

Katholische Pfarrkirche

Katholiche Pfarrkirche

In dem als „Camesa“ bezeichneten Ort hatte die Abtei St. Marien bei Trier Zehntrechte, die ihr 1030 Erzbischof Poppo bestätigte. Das Dorf war damals bereits Filiale vom Nachbarort Wiltingen. Die 1569 genannte Kapelle wurde 1795 Pfarrkirche.
Die heutige Kirche wurde im Jahr 1814 erbaut und  in 1868 durchgreifend instandgesetzt. Im Jahr 1838 wurde die Sakristei angebaut, die Ende des 2.Weltkrieges stark beschädigt wurde. Die letzte Renovierung wurde 1990-92 durchgeführt.

Die drei Altäre, Kanzel, Kommunionbank und Gestühl stammen aus der Abtei St. Marien in Trier, erworben beim Bau der Kirche. Ziemlich einheitlich in Weiß und Gold gehalten, nach Visitationsprotokoll vom Jahre 1830 von Kunstmaler Gunzheimer. Als Hochaltar dient ein großesTabernakel von Holz, 2. Hälfte des 18.Jahrhunderts, nach Brand des Altares 1868 vernichtet, danach ein neuer Kuppelaufbau mit Kreuz.

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Zwei Seitenaltäre von Holz, 1725 und 1726, Akanthusranken in durchbrochener Arbeit.

Rechte Seite in der Mittelnische die Figur des Hl. Sebastianus, links die Figur einer Mutter Gottes gen Himmel fahrend. In den kleinen Nischenaufbauten links die Figur Mariens als Himmelskönigin, rechts die des Hl.Rochus. Taufstein von 1822.

Der quadratische Fuß für Wandstellung, mit Anläufen; sonst gedrückt achteckig, gotisierend. Der Messindeckel in Zeltdachform von 1937.

Landschaftsökologischer Lehrpfad

Landschaftsökologischer Lehrpfad

Die “Naturspur am Altarm der Saar” bringt dem Besucher das Dorf, seine Ökologie und Geschichte , sowie die  umgebende, typische Landschaft auf unterhaltsame Art und Weise näher.

Der Wegverlauf ist mit Wanderzeichen durchgehend ausgeschildert  und auch die einzelnen Stationen sind im Gelände deutlich gekennzeichnet.  Dieser etwas “andere Lehrpfad” beschreibt nicht nur das Dorf und die Landschaft, sondern gibt auch Tipps zum Bestimmen von Tieren und Pflanzen und weitere nützliche Hinweise, wie z.B. Rezepte für Öle und Marmeladen aus Wildfrüchten.

Die Themen des Lehrpfades:

  • Das Dorf
  • Der Fluss
  • Der Wald
  • Die Kiesgruben

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der hierzu erstellten Broschüre.

Die Broschüre ist erhältlich
– bei den Tourist-Informationen in Konz und Saarburg
– bei der Gemeindeverwaltung Kanzem, Ortsbürgermeister  Johann Peter Mertes
– in der Vinothek Buch & Wein

weitere Infos über den landschaftsökologischen Lehrpfad „Naturspur am Altarm der Saar“ 

Philosophischer Friedhofsgarten

Philosophischer Friedhofsgarten

Ein nicht genutztes Gelände des Friedhofes wird als Landschaftsgarten angelegt,
der die verschiedenen Lebensabschnitte des Menschen von der Geburt bis zum Tod darstellen soll mit den Themen

  • “Das Werden“-Kindheit und Jugend
  • “Das Sein“-das Erwachsenenleben
  • “Das Abschiednehmen“-das Älterwerden
  • „Das Paradies“-das Gehen und Sterben

Gartenkonzept

Der Garten des Werdens ist geprägt durch lange gewundene Wege, der Mensch hat noch unendlich viel Zeit und kein Ziel, die Pflanzen und Formen wirken leicht, bewegt und spielerisch. Dieser Garten soll durch Stiftungen einzelner Pflanzen zu einem besonderen Ereignis des Werdens entstehen. Z. B. kann man hier für ein Neugeborenes, eine große Liebe oder für ein eigenes Unternehmen oder anderes ein Pflanzenelement gestiftet und dauerhaft gepflegt werden ( z. B. eine Buchsbaumkugel oder 1 qm Pflanzfläche). Für die Stiftung wird ein Gartenbuch der Gemeinde erstellt, in dem sich die Bewohner …

mehr Infos über den Philosophischen Friedhofsgarten 

Wegekreuze

In Kanzem kann der Besucher 3 Wegekreuze entdecken:
(1) Am KnotenpunktBrückenstraße/Wiltingen/Wawern steht neben einer in 1905 erbauten Kapelle ein 2,40 m hohes Altarkreuz.
(2) Zwischen Kanzem und Hammer Fähre findet sich ein etwa 1,85 m hohes Balkenkreuz auf einem Sockel mit lateinischer Inschrift. Der Sockel zeigt eine Kartusche, in deren Oval ein Anker ausgehauen ist, über der Kartusche eine Mitra und ein Krummstab. Der abgebildete Anker lässt auf die im Volksmund übliche Bezeichnung „Halfenkreuz“ schließen. Als Halfen bezeichnete man diejenigen, die vor der Zeit der Dampfschifffahrt mit ihren Pferden das , also das Schiff stromaufwärts zogen. Alte Bewohner berichten, dass die Saarschiffer beim Passieren dieser Stelle ihr Haupt entblößt und ein Gebet verrichtet hätten.

(3) Ebenfalls am rechten Saarufer, an der Mauer des ehemaligen Gutshofes des Priesterseminars, steht ein weiteres Halfenkreuz, das weder Inschrift noch Jaheszahl zeigt. Es besteht aus hellem Sandstein und ist 2,10 m hoch. G.J. Meyer weist die Entstehung der Zeit um 1700 zu. Überlieferungen zu Folge ist auf Höhe dieser Stelle ein Saarschiff untergegangen.

Die Kinder u. Jugendreporter vom FIF (Freies Insel Fernsehen) Kanzem stellen sehenswerte Einrichtungen in Kanzem vor.