Kanzem
Kanzem (626 Ew.) liegt landschaftlich reizvoll an der unteren Saar am Ausgang der großen Saarschleife, dem sogenannten Wiltinger Saarbogen. Dieses Teilstück der Saar wurde bis heute in einem natürlichen Zustand gehalten, so dass das alte Bachbett unverändert blieb und als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden konnte. Durch die Schaffung des Saarkanals zwischen Schoden und Hamm befindet sich Kanzem seither in einer künstlich geschaffenen Insellage.
Eine verkehrstechnische Anbindung an die Stadt Konz erfuhr die weinbaulich orientierte Gemeinde durch die Kanzemer Saarbrücke. Adelige und kirchliche Weingüter und der daraus erwachsenen Villenkultur prägen die Besonderheit Kanzems. Beispiele hierfür sind die Villa Rautenstrauch in der Kirchstraße, das ehemalige Weingut Le Gallais in der Saarstraße und das Weingut von Othegraven mitsamt Parkanlage am rechten Saarufer. Rechts der Saar - heute im Besitz des Trierer Priesterseminars - ist ebenfalls das ehemalige Weingut der Prämonstratenserabtei Wadgassen erwähnenswert. Urkundlich genannt wird die Ortsgemeinde erstmals im Jahre 1030.
Sehenswert:
- Philosophischer Friedhofsgarten
- Pfarrkirche, Kriegerdenkmal
- Landschaftsökologischer Lehrpfad
- Saaraltarm-Biotopenentwicklung mit Naturschutzgebiet
- Im Rahmen der Dorferneuerung renovierte Häuser und Weingüter
- Buch & Wein - die erste Vinothek mit Bücherei an der Saar

